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Ratgeber Periphere Neuropathie

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Periphere Neuropathie
Was ist eine periphere Neuropathie?

Die periphere Neuropathie ist eine Erkrankung der Nervenzellen des peripheren Nervenapparates. Durch verschiedene Ursachen werden diese Zellen so weit geschädigt, dass es zu einer Störung in der Reizweiterleitung zum Zentralnervensystem kommt. Das kann sowohl zu Missempfindungen als auch zum gänzlichen Verlust der Empfindung in den betroffenen Nervenbereichen führen. Da das periphere Nervensystem auch bei der Steuerung der Bewegungsabläufe eine wichtige Rolle spielt, kann es bei der peripheren Neuropathie auch zu Bewegungseinschränkungen kommen.

Therapie Periphere Neuropathie

Die Therapie der peripheren Neuropathie erfolgt in erster Linie nach der Grunderkrankung, sofern diese die Ursache der Nervenerkrankung bildet. Bei einer Diabetes-Erkrankung als Ursache für die Entstehung der peripheren Neuropathie muss die Stoffwechsellage mit entsprechender Medikation und Lebensführung optimiert werden.

Liegt der peripheren Neuropathie ein starker Alkoholkonsum zugrunde, liegt die Therapie in der konsequenten Alkoholabstinenz. Ist der Ursache für die periphere Neuropathie nicht nachzukommen oder liegt eine immunologische Ursache zugrunde, besteht die Therapie in einer möglichst optimierten Lebensführung, einer lindernden medikamentösen Therapie und einer ergänzenden physiotherapeutischen Therapie in Kombination.

Diagnose Periphere Neuropathie

Eine Verdachtsdiagnose der peripheren Neuropathie kann bereits durch die eingehende Befragung des Patienten, die Schilderung seiner Symptome und die Aufnahme der Vor- und Grunderkrankungen erfolgen. Eine gesicherte Diagnose der peripheren Neuropathie erfordert jedoch weitere medizinische Untersuchungsmaßnahmen. Hierzu zählt die Untersuchung des Patienten mit technischen Hilfsmitteln zur Überprüfung der Nerven- und Muskelreizleitungen ebenso wie das Setzen verschiedener Reize an bestimmten sogenannten Trigger-Points. In schweren Fällen erfordern gewisse Laborparameter die Absicherung der Diagnose. Neben Blutuntersuchungen können hierbei Liquorproben oder Gewebeproben Aufschluss geben. In seltenen Fällen kann ein Gentest nötig sein.

Die periphere Neuropathie kann z. B. durch in Missempfindungen, Taubheitsgefühlen und Schmerzen in Erscheinung treten und nicht immer sofort als solche erkannt werden. Neben der immunologisch bedingten peripheren Neuropathie und einer Sonderform der Nervenerkrankung ist der Entstehung der peripheren Neuropathie vorzubeugen. Eine gesunde Lebensweise, ausreichend Bewegung und das Meiden von Genussgiften verringern das Risiko bei Grunderkrankungen wie Diabetes für eine daraus folgende Nervenerkrankung. Dennoch lässt sich die Entstehung einer periphere Neuropathie nicht gänzlich ausschließen. Frühzeitig erkannt und behandelt, besteht jedoch eine gute Chance auf Erhalt bzw. Rückgewinnung von Gefühl und Beweglichkeit der betroffenen Nervenpartien.

Was ist eine periphere Neuropathie?

Bei der Neuropathie handelt es sich um einen medizinischen Oberbegriff für eine Erkrankung von Nerven. Eine andere Bezeichnung der Erkrankung ist Polyneuropathie. Die periphere Neuropathie bezeichnet eine Erkrankung der in den äußeren Zonen des Körpers liegenden (=peripheren) Nerven, wie zum Beispiel Arme und Beine. Hierbei wird die Erkrankung nochmals unterteilt in die primäre und sekundäre periphere Neuropathie.

Die primäre periphere Neuropathie ist eine spontan entstehende Erkrankung, die in der Regel vererbt wird. Die sekundäre periphere Neuropathie ist als Folge einer Grunderkrankung zu sehen und wird in der Regel erworben. Sie kann auf eine Entzündung folgen oder ist auf andere Erkrankungen zurückzuführen, wie zum Beispiel Diabetes. Auch als Nebenwirkung in der Chemotherapie beeinträchtigt die chemotherapieinduzierte periphere Neuropathie (CIPN) nachhaltig die Lebensqualität.

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Symptome einer peripheren Neuropathie

Häufige Symptome in Armen oder Beinen sind:

  • Kribbeln
  • Ameisenlaufen
  • Pelzigkeits- und Taubheitsgefühle
  • Gefühl des Eingeschnürtseins
  • Schwellungsgefühle
  • Gangunsicherheit
  • fehlende Temperaturempfindungen
  • Muskelzucken
  • Muskelkrämpfe

Aufbau von Nerven

Nerven sind für die Übertragung von Reizen nötig. Ein Nerv besteht aus gebündelten Nervenfasern, die von Bindegewebe umgeben sind. Das den Nerv umgebende Bindegewebe wird dabei in drei Zonen unterteilt. In das Endoneurium, das Perineurium und das Epineurium. Im Endoneurium finden sich zahlreiche Blut- und Lymphgefäße. Sie sind für die Versorgung der Nervenfasern zuständig. Wesentlich straffer ist das Bindegewebe des Perineuriums, das einzelne Nervenfasern bündelt. Das Epineurium ist ein kollagenreiches Bindegewebe, das den Nerv umgibt und ihn so mit den äußeren, größeren Gefäßen verbindet.

Aufgaben und Lage des peripheren Nervensystems

Das menschliche Nervensystem umfasst zum einen das periphere Nervensystem, kurz PNS, und das Zentrale Nervensystem, kurz ZNS. Während das Zentrale Nervensystem die in Gehirn und Rückenmark gelegenen Nervenstrukturen umfasst, gehören zum periphere Nervensystem außerhalb des ZNS. Beide Nervensysteme interagieren allerdings gemeinsam.

Das Zentralnervensystem verarbeitet die aus dem peripheren Nervensystem übertragenen sensorischen Reize und agiert auf diesen Reiz. Wie auch das Zentrale Nervensystem ist das periphere Nervensystem noch weiter unterteilt in das willkürliche Nervensystem (somatisches Nervensystem) und das unwillkürliche Nervensystem (autonomes Nervensystem).

Zentrales und Peripheres Nervensystems

Das zentrale und das periphere Nervensystem sind eng miteinander verbunden: Soll ein Finger bewegt werden, schaltet zunächst das ZNS den Befehl für die Ausführung. Für die Weiterleitung der Information zur Umsetzung durch den Finger wird das periphere Nervensystem benötigt.

Judith Schomaker

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